Messe Motorräder Dortmund 2026

Auf der Messe MOTORRÄDER DORTMUND 2026 nehme ich drei Live-Podcasts auf:

Freitag, 6. März, 13:40 – 14:10 Uhr mit Jazz Habegger aus dem Team der BMW GS-Trophy 2026

Samstag, 7. März, 12:15 – 12:45 Uhr mit  Frederik Fuhrmann, der mit einer Yamaha SR500 im Winter nach Norwegen fuhr.

Sonntag, 8. März, 14:20 – 14:50 Uhr mit Niclas Karstedt, der auf dem Weg nach Neuseeland auf einer Tenere 700 Afghanistan durchquerte.

Wenn ihr auf der Messe seid, schnappt euch Mittags eine Pommes und setzt euch vor die Bühne in Halle 2 und lauscht den Interviews. Ich freue mich auf euch!

Alle Infos zur Messe Dortmund.

Brasilien Reisevortrag bei Touratech West

Am 16. Januar 2026 präsentieren wir unseren Reisevortrag TRANSBRASILIANA bei Touratech in Aachen. Vier Monate reisten wir mit Motorrädern durch das größte Land Südamerikas. Über Asphalt, staubige Pisten und matschige Wege führte uns der Weg vom Süden Brasiliens bis in an den Amazonas.

Freitag, 16. Januar 2026, 19:00 Uhr
Touratech West /Kohl Motorrad
Neuenhofstr. 160
52078 Aachen
Tickets: 15,- €

Mehr Infos zum Vortrag: pegasoreise.de/transbrasiliana/

Wir freuen uns, wenn wir euch in Aachen treffen!

Reisen und Rassismus

Foto: Willi Weber

Wer viel reist, wird automatisch ein weltoffener Mensch …dachte ich. Aber das ist nicht so. In den letzten Monaten und Jahren habe ich mehrmals erlebt, dass Freunde aus der Motorradreise – Szene plötzlich öffentlich eine Meinung vertreten, die ich ihnen nicht zugetraut hätte. Geschockt las ich in den sozialen Medien menschenfeindliche Texte und abstruse Verschwörungstheorien, eine Mischung aus Meinung, schrägen Interpretationen und Fake News. Mehrmals diskutierte ich mit anderen heftig über „kriminelle Ausländer“, die „Islamisierung des Abendlandes“ und die „Umvolkung“. Das sind Themen, die auf den ersten Blick nicht zu Menschen passen, die mutig auf Motorrädern in die weite Welt reisen, um fremde Kulturen kennen zu lernen.

Reisen verändern oft die Weltsicht, aber die Frage ist, mit welcher Sicht ich in die Welt hinausfahre. Es ist auch möglich, dass ich alle meine Vorurteile bestätigen lasse und nicht jeder nutzt eine Reise, um auch Menschen kennen zu lernen. Wenn ich will, kann ich unterwegs nur „faule und dumme Einheimische“ sehen, die „nichts auf die Reihe kriegen“ und daran „selbst schuld“ sind. Ich habe schon Menschen getroffen, die Jahrzehnte in sogenannten Entwicklungsländern leben und beinharte Rassisten sind. Interkulturelle Erfahrungen machen aus mir nicht automatisch einen weltoffene Menschen. Es kommt auch darauf an, wie ich mit diesen Erfahrungen umgehe.

Wer zum ersten Mal in ein Land reist, das kulturell deutlich anders ist als die Heimat, erlebt früher oder später einen Kulturschock und entwickelt unterschiedliche Strategien, das zu verarbeiten. Oft steht am Anfang die Begeisterung für das Exotische. „Alles so schön bunt hier und die Menschen sind immer so fröhlich!“ Doch schnell kann die Begeisterung in Gereitztheit umschlagen und alles geht einem auf die Nerven. „Die ganze Korruption und die Unzuverlässigkeit kotzt mich an!“. Man kann es sich in dieser abgrenzenden Haltung gemütlich machen. Viel anstrengender ist es, das auszuhalten und dann tiefer in eine andere Welt einzutauchen.
Ich habe mit vielen Menschen Interviews geführt, die auf ihren Reisen Wochen und Monate an einem Ort mit den Menschen zusammen verbrachten. Dann kann die Auseinandersetzung mit der Kultur, der Gesellschaft und den globalen Zusammenhängen beginnen. Daher ist es gut, mit einer offenen Haltung in die Welt hinauszufahren um nicht nur die eigenen Vorurteile bestätigen zu lassen.

Wir können mit unseren Reiseerfahrungen auch etwas zur interkulturellen Diskussion in Deutschland beitragen. Eine Kultur oder eine Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen ist eine Erfahrung, die man in vielen Begegnungen und nicht in der Theorie lernen kann. Um so schlimmer finde ich es, wenn ich pauschale Urteile über „die Fremden“, „die Migranten“ oder „den Islam“ von Menschen höre, die in der Motorradreise-Szene aktiv sind. Vielleicht müssen wir mehr darüber diskutieren, mit welcher Haltung wir reisen. Vielleicht müssen wir mehr darüber sprechen, welche Erfahrungen wir mit nach hause bringen. Vielleicht müssen wir mehr über Politik streiten.

Claudio

Live – Podcast am 17. März 2018

Bald nehmen wir die hundertste Pegasoreise – Sendung auf! Das wollen wir mit euch gemeinsam feiern mit einem Live – Podcast vor Publikum. Kein Ort wäre dafür besser geeignet als die Bühne im Café Steinbruch, wo wir sonst unsere Lagerfeuer Abende veranstalten. Ihr könnt dabei sein, zuschauen und wenn ihr wollt auch Fragen stellen.

Für das Interview haben wir ungewöhnliche Gäste eingeladen: Die Künstlergruppe leavinghomefunktion, die mit Ural-Gespannen quer durch Sibirien über die Beringsee und Alaska bis nach New York gefahren ist. Wir werden uns auf der Bühne miteinander über das Abenteuer und ihr Konzept Kunst und Reisen zu verbinden, sprechen. Die Sendung nehmen wir auf am
Samstag, 17. März 2018
um 17:00 Uhr
im Café Steinbruch
Lotharstr. 320, 47057 Duisburg
Der Eintritt ist frei.

Wir machen Schluss!

dsc_0350So geht es nicht weiter! Bei uns stehen große Veränderungen an, so dass wir uns entschieden haben, einen Schnitt zu machen. In den nächsten Tagen veröffentlichen wir die vorerst letzte Pegasoreise-Sendung. Darin werden wir auch verraten, warum wir uns zu diesem Schritt entschieden haben und was danach folgen wird. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

Sonja & Claudio