Kenia

KENIA

Im Sommer 2018 unternahmen Sonja und ich eine Moped-Reise durch Kenia und jetzt komme ich endlich mal dazu, unser Abenteuer in Ostafrika aufzuschreiben:

Den ersten Kulturschock bekommen wir schon bei der Ankunft in Kenia. In der Millionenstadt Nairobi bricht der Verkehr regelmäßig zusammen. Zu viele Fahrzeuge kämpfen auf zu schmalen Straßen um jeden Zentimeter. Wir sind erstmal unterwegs in einem landestypischen Bus, einem „Matatu“. Diese klapprigen Kisten sind rollende Diskotheken, knallbunt angemalt, laute Musik und immer voll. Damit wir uns in diesem Chaos zurechtfinden, begleitet uns unser Freund Adam. In Deutschland lernten wir vor einigen Jahren den kenianischen Künstler Adam Masava kennen. Wir versprachen damals, ihn mal in seiner Heimatstadt Nairobi zu besuchen. Jetzt ist es soweit. Erschöpft vom langen Flug freuen wir uns, Adam wieder zu sehen. Er organisiert uns eine kleine Pension in der Nähe seines Ateliers, auf der quirligen Hauptstraße im Stadtteil South B. „Kenia“ weiterlesen

Sumatra – das Interview

Sonja und Claudio in Sumatra

Radio RPR1 hat uns zu einem Interview über unsere Sumatra – Reise eingeladenIn der Sendung “Mein Abenteuer” sprechen wir über unsere Erlebnisse auf der indonesischen Insel, die wir 2014 auf zwei landestypischen Mopeds durchquerten.

Über diese Reise haben wir auch eine sechsteilige Hör-Doku produziert, die ihr hier findet:
https://pegasoreise.wordpress.com/sumatra/

Wüsten-Sozia

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Seit anderthalb Jahren habe ich jetzt meinen Motorradführerschein – und seitdem bin ich nicht einmal wieder auf dem Sozius mitgefahren. In nur wenigen Tagen schlüpfe ich aber zurück in meine alte Rolle als Sozia – natürlich nur auf Zeit. Dann reise ich nach Namibia wo mich Claudio und eine Yamaha XT 660 erwarten. Zwei Wochen haben wir dann Zeit, gemeinsam auf einem Motorrad den Süden des riesigen Landes zu erkunden – bis hin zur Namibwüste. Eine grosse Maschine zu mieten war schon schwierig genug. Ein 125er Mopped für mich zu finden – ein Ding der Unmöglichkeit. Kleine Motorräder scheinen in Namibia nicht so verbreitet zu sein wie zbsp. auf Sumatra. Da ist sie wieder – die Benachteiligung von kleinen Motorradfahrern! Aber ich bin ganz sicher: Die Reise wird auch so abenteuerlich genug für mich. Schliesslich war ich bisher noch nie in Afrika…

Hello Mister!

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Es vergeht kein Tag, an dem wir diesen Spruch nicht mindestens 20 Mal hören. Wo auch immer wir vorbeikommen – bei einer Pause am Strassenrand, auf dem Markt oder an der Tankstelle – nach kurzer Zeit ertönt dieser Ruf. Auch ich als Frau werde oft mit “Hello Mister” angesprochen. Meistens bleibt es bei dem Spruch, manchmal aber ergeben sich kleine Gespräche mit einem Mix aus Indonesisch und Englisch oder einfach nur mit Händen und Füssen. Ein Lächeln ist dabei fast immer der Türoffner für eine Begegnung. Überhaupt lachen viele Menschen auf Sumatra sehr gerne und sehr oft. Und es macht ihnen sichtbar Spass, mit uns in Kontakt zu treten und ihre Englischkenntnisse anzuwenden. Kaum setzen wir uns bei einer Garküche an den Tisch, nähert sich nach kurzer Zeit jemand und eröffnet das Gespräch mit den Worten “Anda dari mana?” (Woher kommst du?). Dabei erlebe ich die Indonesier als sehr höflich und taktvoll. Oftmals bedanken sie sich am Ende für das Gespräch oder bitten um ein Foto mit uns. Was wir ihnen natürlich gerne gewähren. Schließlich wurde unsere Bitte nach einem Foto noch nie abgelehnt. Die meisten Leute hier lassen sich gerne fotografieren und machen selber gerne mit ihren Mobiltelefonen Bilder von sich und anderen. Und wenn wir mal keine Lust auf Gespräche haben, reagieren wir einfach nicht auf die Zurufe. Ein aufdringliches oder penetrantes Verhalten habe ich noch nicht erlebt. Als Europäer fallen wir hier einfach sofort auf, egal wie wir uns verhalten. An den meisten Orten auf unserer Route durch Nord-Sumatra scheinen wir fast die einzige hellhäutigen Touristen zu sein. Ausnahmen sind das Dorf Tuk Tuk am Tobasee und der Gunung Leuser Nationalpark. So vielen Europäern auf einem Fleck wie hier sind wir in den vergangenen Wochen nicht begegnet.
Wir erregen alleine durch unser Aussehen schon sehr viel Aufmerksamkeit. Besonders Claudio sticht mit seiner Körpergrösse von 1,86 cm aus der Menge der meistens kleineren Asiaten hervor. Nur beim Motorrad fahren tauchen wir ab und zu mit unseren landestypischen Moppeds in der anonymen Masse der Verkehrsteilnehmer unter. An manchen Tagen nervt es mich, ständig im Mittelpunkt zu stehen und ich wünsche mir eine Maske mit indonesischen Gesichtszügen als Tarnkappe. Wenn ich aber zurückschaue auf die letzten Wochen und an die tollen Begegnungen denke, dann nehme ich die vielen “Hello Mister” gerne in Kauf.

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Der Lappen zum Abenteuer

Gepäcksystem SumatraSumatra ist schuld daran, dass ich den Motorradführerschein mache! Schnelle Entscheidungen sind nicht wirklich meine Baustelle. Wahrscheinlich hätte ich die Idee vom Selber-Fahren noch monatelang mit mir herumgetragen, im Kopf von rechts auf links gedreht und immer wieder alle Pros und Contras in die Wagschale geworfen…wenn, ja wenn Claudio nicht mit dieser Sumatra-Idee um die Ecke gekommen wäre. Er weiß mittlerweile, wie er mich aus der Reserve locken kann. Mit einem konkreten Plan. Der lautet diesmal so: 2014 reisen wir nach Sumatra und erkunden auf gemieteten Motorrädern die Insel. Wohlgemerkt, auf ZWEI Motorrädern! „Der Lappen zum Abenteuer“ weiterlesen